Kyusho-Jitsu

Kyusho-Jitsu wurde auf Okinawa Jahrhunderte lang im Geheimen weitergegeben. Kyusho-Jitsu, Tuite-Jitsu und Kiai-Jitsu sind die Künste hinter Ryukyu Kempo Tode Jitsu (die Kampfkunst aus der später Karate entstand). Kyusho-Jitsu lässt sich am sinnvollsten mit ‚Kunst der Vitalpunkte‘ übersetzen, wörtlich übersetzt bedeutet es ‚wichtige Punkte – Kunst‘.

Als Grundlage dient das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Aneignung dieses Wissens um die Funktionen und Zusammenhänge des menschlichen Körpers, sind wichtige Punkte beim Studium des Kyusho-Jitsu.

Kyusho Jitsu ist auf Angriffe zu vitalen Punkten des Körpers ausgerichtet. Mittels dieser Kenntnisse kann ein Angreifer anstelle von Kraft durch Technik gezielt beeinflusst und kontrolliert werden. Kyusho-Jitsu ist also mehr als nur ein wahlloses Schlagen auf Vitalpunkte. Diese Informationen über die Benutzung der Vitalpunkte sind unter anderem in den Karate-Kata oder Kung-Fu-Formen enthalten und wurden so für die Nachwelt erhalten.

Die Kata und Kyusho-Jitsu kennen keine Abwehr oder Blocks im herkömmlichen Sinne, alle Kampftechniken werden als Angriffe auf Vitalpunkte gesehen. Die sich hieraus ergebende Analyse (Bunkai) und die Anwendungen (Oyo) der Kata des Karate zeigen die Verteidigung gegen Angriffe aus der Selbstverteidigung, sie enthalten auch Greif-, Würge-, Wurf- und Hebeltechniken. Sie zeigen keine Verteidigung ‚Karateka gegen Karateka‘.

Kyusho-Jitsu ist somit keine eigene Kampfsportart, sondern eine Kunst, welche die eigene Kampfkunst unterstützt und verbessert.

Bei uns wird Kyusho-Jitsu nach dem System der Kyusho-Jitsu-Academy von Großmeister Jean-Paul Bindel aus Frankreich ausgebildet und geübt.

Das Training dazu findet unregelmäßig, ca. 1x pro Monat, nach Absprache über einen Emailverteiler statt. Wenn Ihr also Interesse an Ausbildung oder Training habt einfach bei Norbert melden.

TERMINE:

(Am 04.07.2020 startet eine neue Ausbildungsreihe mit dem 1. Niveau.) Muss leider Corona bedingt entfallen. Bzw. wird auf „wenn wieder möglich“ verschoben.


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